Unsere Anlage

Annahme

Sämtliche Substrate – feste und flüssige organische Abfälle – werden mit unseren Lastwagen auf den Hof transportiert. Die Annahme erfolgt in den speziell dafür errichteten Annahmehallen.

Aufbereitung und Vorgärung

Sämtliche Substrate werden nach Bedarf zerkleinert und in einem Vormischbeschälter angemischt.

Die Befüllung und Überwachung der Biogas-Anlage erfolgt mit Steuerkomponenten. Dadurch kann mit Rezeptur gearbeitet werden, was wiederum zu mehr Genauigkeit und folglich zu mehr Effizient der Biogas-Anlage führt.  

Gastroabfälle – Speisereste aus Restaurationsbetrieben und Grossküchen – müssen gemäss den gesetzlichen Vorschriften einem Wärmeprozess unterzogen werden. Während mindestens 60 Minuten und 70° C wird das Substrat hygienisiert.

Erste Vergärungsstufe

Anschliessend wird das vorbereitete Substrat hydrolysiert. Die Hydrolyse ist die erste Stufe der 2-stufigen Vergärung. Hier werden Bakterien gebildet und abgebaut, welche in der zweiten Stufe für die Methanognese hemmend sind. Die Steuerung des Hydrolyse-Prozesses erfolgt über den pH-Wert.

Zweite Vergärungsstufe

Danach wird das Substrat in einer der beiden Fermenter gepumpt. Dort findet die zweite Vergärungsstufe – die Methanogenese – statt. Im Fermenter wird kontinuierlich Material aus der Vorgärung beigemischt, regelmässig aufgerührt und mittels eingebauter Heizung konstant auf knapp 55°C geheizt. Bakterien bauen die organischen Substanzen ab und bilden Methangas. Die schwarze Abdeckung des Fermenters ist hochelastisch und gasdicht und dient somit als Gasspeicher.

Nachgärlager

Nach einer Durchlaufzeit von 30 Tagen in einem der beiden Fermenter wird die Masse in das Nachgärlager geleitet. Auch hier entstehen noch kleine Mengen Gas, weil das Substrat noch warm und aktiv ist. Um das restliche Gas zu nutzen, ist auch das Nachgärlager mit einer elastischen, gasdichten Haube abgedeckt.  Das Nachgärlager hat ein Volumen von 1600m3.

Gasgebläse und -fakel

Das entstandene Gas in den beiden Fermentern und im Nachgärlager wird mittels Gasgebläse in den Gasmotor geleitet.

Die Gasfackel dient zur Verbrennung von überschüssigem Gas in einem Störfall oder bei nicht geplanten Unterbrüchen im Motoren- oder Netzbetrieb.

Transformatorenstation

Hier wird der Strom auf 16'000V umgewandelt und ins öffentliche Netz eingespeist.

Wir versorgen nebst unserem Betrieb rund 500 Haushaltungen mit Strom. Der Strom wird direkt an die Swissgrid verkauft. Durch die Genossenschaft Ökostrom Schweiz und als Naturemade star-zertifizierten Betrieb können wir den Strom als Ökostrom verkaufen. Der laufende Gasmotor produziert sehr viel Abwärme. Auch diese Energie in Form von Wärme können wir sehr gut nutzen. Wir beheizen damit sämtliche Wohnungen, die Pouletmastställe, wie auch die verschiedenen Lager und Behälter der Biogas-Anlage. Für die Bereitstellung des gesamten Warmwassers kann ebenfalls die Abwärme des Gasmotors genutzt werden

BHKW - Blockheizkraftwerk

Im BHKW wird das Gas verbrannt und mit der Motorenkraft wird der Generator angetrieben.